Senioren Union
der CDU Herscheid
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Presseberichte zum 30. Politisches Frühstück der Senioren Union Herscheid

Senioren sollen Stellung beziehen

Ministerin fordert Herscheider auf, sich aktiv in Klima-Diskussion einzubringen

Herscheid – Heimat, Klimawandel, Respekt: In ihrem Vortrag beim 30. politischen Frühstück der hiesigen Senioren Union wählte Ministerin Ina Scharrenbach ausschließlich aktuelle Themen.
Bei der Zusammenstellung ihres Ministeriums vor drei Jahren habe man bewusst den Bereich Heimat hinzugenommen. Ein Schritt, der seinerzeit von einigen Journalisten kritisch hinterfragt wurde. Der Begriff sei keinesfalls negativ belegt oder überholt, konterte Scharrenbach im Bistro des Seniorenzentrums, denn: „Jeder trägt ein Stück Heimat in sich.“ Ihr Ziel als Ministerin sei es jedoch nicht, diesen Begriff politisch zu definieren. „Wir wollen den Menschen Mut machen, wieder über Heimat zu sprechen“, sagte Scharrenbach.

Stellung beziehen sei die Aufgabe insbesondere der Senioren beim Dauerthema Klimawandel, forderte die Ministerin auch die Herscheider auf. Denn es seien heute auffallend häufig die Älteren, die nachhaltiger leben.

Vor diesem Hintergrund erinnerte Ina Scharrenbach an ihre Mutter (Jahrgang 1945), die einmal im Monat einen Großeinkauf tätigte, um dabei den Keller mit Konserven zu füllen. Man wisse ja nie, was noch komme, habe sie stets gesagt. Ein sparsames Verhalten, das heute oftmals belächelt werde. Dies zeige sich häufig an Weihnachten, wenn viele Großeltern nach dem Auspacken das Weihnachtsgeschenkpapier wieder ordentlich glätten, anstatt es zusammengeknüllt in den Mülleimer zu werfen.

In Zeiten, da die Jugend für den Klimaschutz einstehe und zu wöchentlichen Demonstration aufrufe, stellte die Ministerin fest: „Die junge Generation muss verstehen, dass vieles von dem, was heute selbstverständlich ist, mit der Verschwendung von Ressourcen einhergeht“.

Ihren Vortrag in Herscheid nutzte sie auch, um für Werte wie Respekt und Toleranz einzutreten. Diesbezüglich starte ihr Ministerium in Kürze eine Kampagne, um Bürgermeister und kommunale Räte zu stärken, die häufig in die Kritik geraten. Beschwerdemails an Politiker würden heutzutage gern um 3 Uhr in der Nacht verschickt.

Ein Problem, das insbesondere in sozialen Netzwerk verbreitet sei: Nicht selten „melden sich Menschen mit viel Meinung, aber wenig Ahnung“ zu Wort, sagte Scharrenbach. Kurz, knackig, aber eben auch oberflächlich und haltlos – so beschrieb sie den Nachrichtenaustausch im Internet. Den Senioren riet sie daher, auch weiterhin sich Zeit zu nehmen, Dinge kritisch zu hinterfragen und diese sachlich einzuordnen.

Ein Statement, das abschließend mit viel Applaus bedacht wurde. Wolfgang Weyland, Vorsitzender der Senioren-Union, bedankte sich im Namen der 70 Zuhörer für einen Vortrag, der „Balsam für die Seele“ war.

Anmerkung der Senioren Union: Natürlich durfte - wie bei der Senioren Union üblich - auch diesmal die Überreichung eines Gastgeschenkes nicht fehlen. Seit Jahren erhalten alle Redner das Maskottchen der Gemeinde Herscheid - den "Herscheider Spiekus". Dieses Plüschtierchen,  das inzwischen auf vielen Schreibtischen im Land seinen Zweck erfüllt, soll die jeweiligen Besucher an ihren Aufenthalt in der Ebbegemeinde erinnern. Frau Scharrenbach erhielt den letzten "Spiekus", da er von der Gemeinde aus Kostengründen nicht mehr neu aufgelegt wird.

 

Hilfegesuch an die Ministerin

Ina Scharrenbach zu Gast in Herscheid: Gemeinschaftshalle zentrales Thema

„Wir brauchen Ihre Hilfe.“ Diese herzliche Bitte gab Bürgermeister Uwe Schmalenbach gestern Ina Scharrenbach mit auf den Weg. Die Ministerin hatte sich zuvor in der Gemeinschaftshalle umgesehen, um sich über die angestrebte Sanierung zu informieren.

Zuvor nahm Bürgermeister Uwe Schmalenbach im Rathaus  Ina Scharrenbach in Empfang und leitete sie in sein Büro. Nach einem 20-minütigen Gespräch trug sich die Ministerin in das Goldene Buch der Gemeinde ein. Im Mini-Konvoi ging es zur Gemeinschaftshalle zu einer Kurz-Besichtigung.

Die Mängel hatten Schmalenbach und Volker Halbhuber, 2. Vorsitzender der Schützen, rasch aufgezeigt: Beginnend bei den Sanitäranlagen im Keller, die nur über eine Treppe zu erreichen sind, über die laute Industrieheizung, die zu hohe Bühne, bis hin zur fehlenden Dachdämmung. Weil die alten Fenster nicht abgedunkelt werden können, seien manche Versammlungen in der Halle nicht durchführbar. Außerdem wies Halbhuber auf den Schießstand auf der Empore hin. Weil dieser offen sei, „frieren die Schützen im Winter und im Sommer herrschen bis zu 35 Grad.“

Wie sollen diese Probleme behoben werden, erkundigte sich die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung. Zentrales Element eines Architektenentwurfs ist ein Anbau in Richtung Parkplatz. Dort sollen die Garderobe, die Küche und vor allem die WC-Anlagen untergebracht werden.

Thekenverlegung, Neugestaltung der Decke, kontrollierbare Heizung und Lüftung sowie der Umbau der Bühne sind ebenfalls angedacht. Mit einem Vorhang könnte die Halle unterteilt werden, sodass sie auch für kleinere Personengruppen nutzbar ist. Die Schützen wollen mit ihrem Schießstand komplett in die Kellerräume umziehen.

Eine Maßnahme dieser Größenordnung können sich Gemeinde und Schützenverein angesichts der Kosten von 2,7 Millionen Euro nicht aus eigenen Mitteln leisten. Daher wurde ein Förderantrag gestellt, auf den die Verantwortlichen gestern mehrfach hinwiesen.

Auch beim 30. politischen Frühstück der Senioren Union war dieses Vorhaben ein zentrales Thema. Nach dem Vortrag von Ministerin Scharrenbach ergriff Wolfgang Weyland die Gelegenheit und machte Werbung in Herscheider Sache: Die Halle sei „ein Mittelpunkt in unserem Leben“, sagte der Vorsitzende der Senioren Union.

Das Gebäude sei in den 1950er Jahren mit Hilfe von Spendengeldern errichtet worden, doch eine Sanierung sei inzwischen alternativlos. Weyland betonte, dass für Senioren ein Besuch von Veranstaltungen in der Halle aufgrund der fehlenden Barrierefreiheit beschwerlich sei.

Dies alles nahm Ina Scharrenbach sehr wohl zur Kenntnis. Sie gab jedoch auch zu verstehen, dass der Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ in der Regel fünffach überzeichnet sei. Viele andere Kommunen streben ebenfalls eine 90-prozentige Förderung an; zur Verfügung stehen für das Landesprogramm insgesamt 55 Millionen Euro.

Ob Herscheid zu den Begünstigten zählen könnte? Auf diese Frage der Heimatzeitung ließ sich die Ministerin keine Antwort entlocken. Mit einem Lächeln skizzierte sie stattdessen das weitere Verfahren: Die fünf NRW-Bezirksregierungen treffen eine Vorauswahl. „Die Förderentscheidungen treffen wir in den nächsten Wochen, dann werden wir sehen, ob Herscheid dabei ist“, sagte die Ministerin.Sie betonte, dass sie eines bei ihrem Besuch in der Gemeinde deutlich gespürt habe: den „überbordenden Wunsch“ der Herscheider, ihre Halle sanieren zu lassen.

 

Bürgermeister befragt seine Bürger

Uwe Schmalenbach will erkunden, welche Themen den Herscheidern am Herzen liegen

Er peilt seine dritte Amtszeit als Herscheider Bürgermeister an. Basierend (nicht nur) auf seiner zehnjährigen Erfahrung als Verwaltungsleiter will Uwe Schmalenbach sich den zukünftigen Herausforderungen stellen und weiter das Ohr direkt am Bürger haben.

Weit vor der Kommunalwahl am 13. September und einer Festlegung eines eigenen Wahlprogramms sucht Schmalenbach den direkten Kontakt: Beim politischen Frühstück der Senioren Union verteilte er Fragebögen und forderte die Besucher auf, sich darüber Gedanken zu machen, welche Themen ihnen in ihrer Heimatgemeinde wichtig sind.

Die zuletzt „sehr erfreuliche Entwicklung“ der Gemeinde gelte es fortzusetzen, sagte Schmalenbach. Mit Zufriedenheit stellte er fest, dass der einst prognostizierte dramatische Bevölkerungsrückgang nicht eingetreten sei; anstatt der vorausgesagten 6 300 lebten zu Jahresbeginn weiterhin mehr als 7 000 Bürger in Herscheid.

„Ich glaube, dass man Prozesse beeinflussen kann“, sagte der Bürgermeister. Er führte den gebremsten Bevölkerungsrückgang auf viele verschiedene Faktoren zurück – wie die Aufwertung des Ortskerns, die Investitionen in Gebäude und ins Straßennetz oder die Schaffung des Neubaugebietes.

Beispielhaft nannte er die Dorfwiesen: „Ich bin froh, dass wir auf Treffpunkte setzen.“ Selbst in der kalten Jahreszeit sehe er von seinem Büro im Rathaus viele Großeltern, die gemeinsam mit ihren Enkeln die Fläche besuchen. Auch die Wegeverbindung sei durch die Dorfwiesen optimiert worden.
Dies alles sei kein Verdienst eines einzelnen, sondern ein Erfolg der guten Zusammenarbeit in den verschiedenen politischen Gremien, aber auch in der Verwaltung, so Schmalenbach.

Nur gemeinsam könne man auch den aktuellen Mangel an barrierefreien Wohnungen beheben. „Der Bedarf ist groß“, erzählte der Bürgermeister von zahlreichen Anfragen. Auch ambulant betreute Wohnformen seien vor Ort notwendig. Diesbezüglich führt Schmalenbach bereits Gespräche mit möglichen Investoren.

 

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