Senioren Union
der CDU Herscheid
Zukunft braucht Erfahrung
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„Spargel satt“ – Feinschmecker zelebrieren das „königliche Gemüse“
Senioren Union Herscheid in Füchtorf und Münster
Ein üppiges Spargelbüfett auf dem Hof Buddenkotte

10.05.2017

Die Devise des Bauerhofes Buddenkotte: „Spargel satt“ war den Reiseteilnehmern der Senioren Union Herscheid, die sich am 10. Mai ins münsterländische Sassenberg-Füchtorf auf den Weg machten, vorgegeben. In der Tat, was den Gästen geboten wurde, war nicht von Pappe. Doch genau das war bekannt, hatten doch die Senioren bereits 2011 den Hof besucht und sich sowohl von der Qualität des Spargels als auch von dem reichhaltigen Angebot überzeugen können.

Auch diesmal wurden die Erwartungen nicht enttäuscht. Bereits der Anblick des üppig bestückten Büfetts ließ Freude aufkommen. Spargel ohne Ende, dazu der einzigartige schmackhafte rohe und gekochte Schinken, Rührei, Schnitzel und Salzkartoffeln, serviert mit der krönenden Sauce Hollandaise. Es wurde an nichts gespart. Augenzwinkernd bemerkten einige Senioren, dass sie tagelang vor Reisebeginn kaum etwas gegessen haben, um Platz für die vielen Köstlichkeiten zu schaffen.

Dass das Ganze zudem in einem ansprechenden, stilechten Ambiente stattfand, rundete das Bild ab. Die malerisch gelegene Hofanlage, von einem alten Eichenbestand und Spargelfeldern umgeben, repräsentiert den typisch münsterländischen Charakter. Die Weite scheint unendlich zu sein.                                                                                                                                                                        

Hatten sich die Senioren vor sechs Jahren während einer fachlichen Führung über die aufwändige Spargelproduktion und –verarbeitung umfassend informieren lassen, so lag der Schwerpunkt diesmal ausschließlich auf dem Gebiet des genussvollen Essens und der Pflege der Geselligkeit.

Im Besuchsprogramm durfte natürlich der angrenzende Hofladen nicht fehlen. So wurde das Kaufinteresse geweckt und insbesondere von dem Spargelangebot Gebrauch gemacht.   

Nach diesem „fürstlichen Gelage“ setzte der anschließende Aufenthalt in Münster historische Akzente. Eher beiläufig erfuhren die Senioren, dass der Ort auch als „K-und-K-Stadt“ bezeichnet wird, gibt es doch in seinen Mauern 90 Kirchen und 900 Kneipen. Ein weiteres, unübersehbares Merkmal ist die hohe Fahrraddichte. Es wird geschätzt, und das dürfte nicht übertrieben sein, dass es in der Universitätsstadt 500.000 Fahrräder – bei einer Einwohnerzahl von knapp 320.000 – gibt!

Da der Nachmittag zur freien Verfügung stand, konnte jeder sein Programm individuell gestalten. Die Interessen waren vielseitig: von der besonderen Aufmerksamkeit für die geschichtliche Bausubstanz, die sich mit der Moderne durchaus harmonisch ergänzt, über einen Museumsbesuch bis hin zur Umsetzung von Einkaufsmöglichkeiten.

Die westfälische Metropole in einem Nachmittagstrip  zu erleben, schränkt den Radius naturgemäß ein. Eine Konzentration auf den markanten Innenbereich ist geboten. Erstes Ziel: die „gute Stube“ der Stadt – der  Prinzipalmarkt – mit seinen gereihten Giebelhäusern. Das architektonische Meisterwerk historischer Baukunst weist auf eine vom reichen Bürgertum geprägte Epoche hin. Wie aus den Analen der Stadt hervorgeht, wurde Münster im Zweiten Weltkrieg zu neunzig Prozent zerstört. Umso beachtlicher ist es, dass der historische Charakter in Anlehnung an das Vergangene wieder hergestellt werden konnte. Bemerkenswert die durchgehenden Bogengänge, die eine Vielzahl von Läden und Restaurants aufweisen und als Einkaufmeile den kommerziellen Schwerpunkt der Stadt bilden.   

An der Nordseite wird der Platz durch den Turm der Lambertikirche abgeschlossen. Das Gotteshaus erlangte Berühmtheit dadurch, dass an seinem Turm die Leichname der Anführer der sogenannten Wiedertäufer nach deren grausamer Folterung und Hinrichtung in eisernen Körben aufgehängt wurden. Die Originale der Körbe hängen noch heute am Turm und gelten als ein touristisches Spektakel.

Über den Domplatz führte der Weg in den St.-Paulus-Dom, der als gewölbte Basilika im Stile der Gotik errichtet wurde. Das Innere weist reiche Kunstschätze auf, u. a. die „Astronomische Uhr“ mit dem Glockenspiel und dem ewigen Kalender. In einem Seitenschiff des Domes, ruhen die Gebeine des Kardinals und Bischofs von Münster, August Graf von Galen, der in der Zeit der national-sozialistischen Gewaltherrschaft ein unerschrockener Gegner dieses Systems war und durch etliche Hirtenbriefe, Predigten und Schriften öffentlich Stellung bezog. Der als „Löwe von Münster“ bekannte Geistliche, der allzu früh im März 1946 verstarb, wurde 2005 durch Papst Benedikt XVI. selig gesprochen.

Wie in jeder Stadt, so sind neben den sakralen Bauwerken die Rathäuser historische Vorzeigeobjekte. Hier wird Geschichte geschrieben. Und wenn, wie in Münster, die alte Bausubstanz nach den Kriegsauswirkungen wieder im Stil der Gotik mit der ortsbildprägenden, reich verzierten Giebelfassade errichtet wurde, wird das Bekenntnis der Münsteraner zu ihrer eindrucksvollen Vergangenheit sichtbar bestätigt.   

Eine weitere Besonderheit und Einzigartigkeit des Rathauses ist der bekannte Friedenssaal, der im Stil der Renaissance gestaltet wurde. Die Senioren erinnerten sich noch sehr gut an den Aufenthalt in Münster im Jahre 2006, als ihnen der Friedenssaal fachkundig erläutert wurde. Hier wurde zwischen 1643 und 1648 der „Westfälische Frieden“ verhandelt und damit die lange Leidenszeit des Dreißigjährigen Krieges beendet. 

Am Spiekerhof treffen die Ausflügler auf den sogenannten Kiepenkerl, ein Denkmal, das an die Zeit der umherziehenden Händler erinnert. Zwischen dem Sauerland und Hamburg gehörten sie zum Fahrenden Volk, um Nahrungsmittel und weitere Waren anzubieten. In einer Kiepe, die aus Holz und Korbgeflecht bestand und auf dem Rücken getragen wurde, zogen die Kiepenkerle über Land. Zur traditionellen Tracht gehörten neben der Kiepe eine Mütze, Pfeife und ein blauer Leinenkittel sowie Stock und Holzschuhe bzw. Schuhe mit Gamaschen.
 
Entlang der Salzstraße führte der Rundgang zur „Barockinsel“, dem Erbdrostenhof und der Clemenskirche. Der Erbdrostenhof ist ein barockes Adelspalais, das im 18. Jahrhundert für die Erbdrosten zu Vischering erbaut wurde. Die Clemenskirche – ein Rundbau mit Kuppel und Laterne – gilt als der bedeutendste barocke Sakralbau Nordwestdeutschlands.

Bevor die Heimreise angetreten wurde, trafen sich die Senioren in einem der zahlreichen Außencafés  um den Tag bei strahlendem Sonnenschein in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen. Das pulsierende Leben der Universitätsstadt war sicherlich eine kontrastreiche Abwechslung gegenüber der beschaulichen Lebensweise in Herscheid.   

Nun fiebern die Senioren der Jahresfahrt 2017 entgegen, die von Pfingstmontag, 5. Juni, bis Freitag, 9. Juni, nach Mittenwald/Oberbayern führt, mit Ausflügen nach Innsbruck/Seefeld, zum Kloster Stams, nach Lermoos/Ehrwald sowie zum Tegernsee.

 





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