Senioren Union
der CDU Herscheid
Zukunft braucht Erfahrung
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Monschau – die Perle der Eifel
Bad Münstereifel – Historie und Moderne treffen aufeinander

Senioren Union Herscheid zu Gast in der Eifel.
Zwei historisch gewachsene Orte zeigen sich von ihrer malerischen Seite. „City Outlet-Center“ mit reichhaltigen „Verlockungen“.

17.09.2014

Viele kennen es, etliche haben davon gehört und die 63-köpfige Reisegruppe der Senioren Union Herscheid konnte sich an Ort und Stelle überzeugen. Die Rede ist von dem malerischen Eifelstädtchen Monschau, das kürzlich Ziel der Herscheider Senioren war. Der anschließende Aufenthalt im lieblichen Bad Münstereifel setzte mit dem vor einem Monat eröffneten „City-Outlet-Center“ einen markanten Schlusspunkt. Und, wer hätte es gedacht, nach Wochen der anhaltenden Schlechtwetterperiode konnten die Ausflügler einen von der Sonne reich beherrschten  Tag erleben, der in vollen Zügen genossen wurde.

Bereits die Fahrt durch die landschaftlich reizvolle Eifel ist ein Genuss. Besonders auffallend die teilweise haushohen Buchenhecken, die die Häuser und Höfe umgeben und als idealer Wind- und Wetterschutz gelten. Sie sind liebevoll gepflegt und prägen weite Teile der Region. Die eingeschnittenen Eingänge, Durchlässe, Fenster und Torbögen machen sie zu einem wahren Kunstwerk. Später erfahren die Herscheider, dass die „Monschauer Heckenlandschaft“ als eine Besonderheit der Nordeifel gilt und bereits seit dem 18. Jahrhundert urkundlich erwähnt ist.

Bevor die sachkundige Ortsführung in zwei Gruppen beginnt, entfaltet sich auf dem Weg vom Parkplatz bis zum Gerberplatz Stück für Stück die Schönheit dieser reizvollen Kulturlandschaft. Bereits jetzt lässt sich erahnen, was die Senioren erwartet, wenn beim Rundgang der Gesamtkomplex erläutert und erfahren wird. So wundert es nicht, dass die Gästeführer schwärmen: „Monschau ist die Perle der Eifel“ und das „rheinische Rothenburg“.

Sachkundige Gästeführer präsentieren leidenschaftlich ihren schmucken Ort  

Wie immer steht am Anfang einer jeden Ortsführung der geschichtliche  Rückblick, der die einzelnen Phasen und Entwicklungen in den jeweiligen Jahrhunderten beleuchtet. Dominierend in Monschau: „Was in Brüssel die Spitzen, ist hier das Tuch“. Nicht ohne Stolz wird darauf hingewiesen, dass bereits Kaiser Karl hier war und Zar Peter der III. in Monschau einkaufte. Sichtbarer Ausdruck ist das prachtvolle Patrizierhaus, das als Wohn- und Geschäftshaus in der Blütezeit der Tuchmacherindustrie erbaut wurde. Heute präsentiert dieses „Rote Haus“ als Museum die bürgerliche Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts.

Beim Bummel durch die verwinkelten Gassen mit ihren romantischen Fachwerkhäusern treffen die Senioren auf ein vielfältiges Kunst-, Kultur- und Museenangebot. Einige wenige seien genannt: Im Felsenkeller Brauerei-Museum wurde noch bis vor wenigen Jahren nach 150-jähriger Tradition Bier gebraut. Im Eifeler Photographica & Film-Museum zeigt eine Ausstellung von über 3.000 Kameras, wie die Bilder laufen lernten. In der historischen Senfmühle kann man dem Senfmüller persönlich über die Schultern schauen und im vielfältigen Angebot des Monschauer Handwerker-Marktes können die Vorführungen der Glasbläser bestaunt werden. Die neueste Attraktion ist die historische  „Caffee-Rösterei Maaßen“ wo man den Weg von der rohen Kaffeebohne bis zum Espresso in der Tasse verfolgen kann.

Trotz „geballter“ Fassadenschönheit – die Liebe zum Detail perfektioniert das Ensemble   
 
Die Herscheider erfahren, dass Monschau rund 300 denkmalgeschützte  Häuser aufweisen kann. Sie prägen mit ihren Schieferdächern das Bild der Stadt, und, was besonders bestechend ist,  die Rur rauscht in wilder Strömung in mehreren Schleifen durch den Ortskern. Die im Jahre 1789 erbaute evangelische Stadtkirche im klassizistischen  Stil  bildet mit den Gebäuden in der Umgebung ein städtebauliches Ensemble von nationalem Rang. Der Turm, der mit einer Barockhaube mit Kugel und Schwan gekrönt ist, ist gut 100 Jahre älter als die Kirche und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der helle Innenraum mit seinen wertvollen Stuckaturen an Decke und Wänden wurde aufwändig restauriert  und in seiner ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt. Die wechselvolle Geschichte zwischen den örtlichen evangelischen und katholischen  Christen wird eindrucksvoll erläutert und mit der Besichtigung zweier katholischer Gotteshäuser untermauert.

Immer wieder macht die Gästeführung darauf aufmerksam, dass neben der Betrachtung des Gesamtkomplexes die unendlich vielen kleinen Dinge an Haustüren, Türstürzen, Giebeln und Fassaden zu beachten sind. Runen, Heilszeichen und Symbolik, so wird erläutert, weisen im Fachwerk darauf hin, dass diese Merkmale einst als Heils-, Bitt- und Glückszeichen für die Fruchtbarkeit von Feldfrüchten, Tieren und Menschen, aber auch für Wohlstand und Erhalt des Familienbesitzes galten.

 Die Herscheider sind sich einig, dass an diesem Tag nicht alle Sehenswürdigkeiten  wahrgenommen werden können. Zu umfangreich ist das Angebot. Allein der Besuch der Monschauer Glashütte, des Druckereimuseums Weiss sowie der Burg mit Jugendherberge würden mehr als einen Tag in Anspruch nehmen. Und da das gesellige Beisammensein nicht zu kurz kommen soll, bietet die Mittagspause im Restaurant Flosdorff am historischen Marktplatz eine willkommene Gelegenheit.

Bad Münstereifel setzt die historische Kulturlandschaft fort

Der Aufenthalt am Nachmittag in Bad Münstereifel ergänzt das zuvor in Monschau Gesehene. Auch hier erleben die Ausflügler eine historisch gewachsene romantische Stadt mit malerischen Fachwerkhäusern. Bestechend hier, die fast vollständig restaurierte Stadtmauer mit vier Stadttoren und Türmen sowie die Burganlage mit einer herrlichen Aussicht auf den Ort. Von den Stadttoren aus führen schmale Straßen und Gassen in eine lebhafte Fußgängerzone mit attraktiven Geschäften, Restaurants und Cafés. Da für diesen Teil der Reise keine Stadtführung vorgesehen ist, haben die Senioren Gelegenheit, „auf eigene Faust“ zu bummeln und/oder eines der zahlreichen Straßencafés aufzusuchen.

Neben der romanischen Stiftskirche und dem roten Rathaus fallen besonders die Jesuitenkirche, das Apothekermuseum sowie der am Markt gelegene Brunnen auf. Dass Bad Münstereifel innerhalb der Stadtmauer komplett unter Denkmalschutz steht, erfahren die Herscheider von einem einheimischen Bürger, der voller Stolz den baugeschichtlichen Reiz der Stadt hervorhebt. Besonders malerisch wirkt der Flussverlauf der Erft, der sich mit seinen zehn Brücken mitten durch den Ort windet.

„City Outlet-Center“ begeistert

Das vor einem Monat eröffnete „City Outlet-Center“ ist ein Novum. Üblicherweise entstehen derartige Zentren auf der „grünen Wiese“. Doch hier in Bad Münstereifel ist inmitten der Altstadt in der Fußgängerzone eine Geschäftswelt entstanden, die auf die historische Bausubstanz Rücksicht genommen und sie erhalten hat. In 30 Häusern ist für markenbewusste Schnäppchenjäger ein vielseitiges Warenangebot vorhanden, das, bedingt durch die ältere Fabrikware, zwischen 30 und 70% preisgünstiger sein soll. Natürlich lassen es sich die Herscheider nicht nehmen, nach entsprechenden Angeboten Ausschau zu halten.


Als punktgenau um 18 Uhr die Rückfahrt erfolgt, liegt ein erlebnisreicher Tag hinter den Herscheider Senioren, der noch lange nachwirken wird.

 

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