Senioren Union
der CDU Herscheid
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Zwischen Modewelt und industrieller Villenkultur
Senioren Union Herscheid erlebt ein breitgefächertes Besuchsprogramm. Bei der Modenschau in Moers und beim Rundgang durch die historische Villa Hügel in Essen prallen zwei unterschiedliche Welten aufeinander
10.04.2013

Größer hätte die gesamte Bandbreite zwischen moderner und historischer Begegnung nicht sein können, als die Teilnehmer der Senioren Union Herscheid ihren ersten Tagesausflug in diesem Jahr unternahmen. So prallten zwei unterschiedliche Welten aufeinander, die zum einen den aktuellen Modetrend widerspiegelten und zum anderen die industrielle Villenkultur der Krupp-Familie lebendig machte.

Begonnen hatte der Tag mit einer Modenschau und vorausgegangenem Frühstück  des Familienunternehmens Höinghaus in Moers am Niederrhein. Der Hersteller exklusiver Damen- und Herren-Freizeitmode präsentierte die neuesten Trends modebewusster Damen und stellte die verschiedensten Kreationen von cooler Eleganz bis zur sportlichen Lässigkeit vor. Die von den Models verkörperte Kleidung demonstrierte in ihrer Vielseitigkeit das umfassende Angebot des Modeherstellers. Begleitet wurde die Präsentation von kommentierenden Erläuterungen, die mit viel Beifall bedacht wurde. So blieb es nicht aus, dass die Kauflaune geweckt wurde und manches Kleidungsstück „über die Theke wanderte“. 

Zum gemeinsamen Mittagessen trafen sich die Senioren anschließend im stilvollen „Eurohof – Landhof am See“ mit Zugang zu einem der schönsten Seeanlagen an der Grenze zwischen Moers und Duisburg. Da die Führung durch die Villa Hügel in Essen für 16 Uhr angesetzt war, hatten die Reisenden ausreichend Zeit, in aller Ruhe zu speisen und danach in geselliger Runde unterhaltsame Gespräche zu führen.

Groß waren die Erwartungen beim Betreten der Villa Hügel in Essen. Bereits die Zufahrt durch die 28 Hektar große Parkanlage über dem Ruhrtal und dem Baldeneysee begeisterte. Ein geplanter Spaziergang fiel jedoch buchstäblich ins Wasser, da hin und wieder ein Regenschauer einsetzte.

In der großen Empfangshalle wurden die Herscheider Senioren aufgrund der hohen Teilnehmerzahl in drei Gruppen mit knapp je 20 Personen aufgeteilt. So konnten alle mühelos den Informationen des Führungspersonals folgen, die umfassend und anschaulich den Gesamtkomplex des Gebäudes und der Krupp-Familie darstellten.

So erfuhren die Ausflügler, dass die Villa Hügel in den Jahren 1870 bis 1873 von Alfred Krupp (1812-1887) erbaut wurde. Eine äußerst kurze Zeit. Das Gebäude mit seinen 269 Zimmern und einer Wohn- und Nutzfläche von 8.100 Quadratmetern war als Wohnhaus für die Familie gedacht, weit weg von Lärm und Hitze des Gussstahlwerkes Friedrich Krupp. Die Villa wuchs jedoch über den Status eines Unternehmenswohnsitzes hinaus und entwickelte sich zu einem Symbol der Industriealisierung Deutschlands.

War die Ausstattung der Räumlichkeiten anfangs noch schlicht und bescheiden, so änderte sich das mit der nächsten Krupp-Generation. Prächtiger und komfortabler sollte alles sein, was die Hofarchitekten Kaiser Wilhelms II, Kunsthistoriker und Handwerksfirmen umsetzten. Die  aufwändige Innengestaltung wird bestimmt von edler Holzverarbeitung an Wänden, Decken und Fußböden sowie von Gemälden, Teppichen und Gobelins.

Die Dimension der jeweiligen Zimmer ist beeindruckend, wobei die Materialverarbeitung wie oben geschildert überall dominierend ist. Ob es die gewaltige Eingangshalle, das großzügige Treppenhaus, die Bibliothek, das Arbeitszimmer, der Konferenzraum mit seinen kostbaren Gobelins oder der große Saal im ersten Stock ist, der Gesamtkomplex ist ein herausragendes Beispiel der „gehobenen Wohnkultur in vollendeter Form“ der Gründerzeit.

Aufgrund der umfassenden Erläuterungen durch das Führungspersonal wurde der Rundgang für die Herscheider nicht nur zu einem faszinierenden, visuellen Erlebnis, sondern darüber hinaus zu einem geschichtlichen Exkurs durch die Krupp-Generationen.

Neben den familiären Gemäldedarstellungen bestechen insbesondere die Bilder der deutschen Kaiser von Wilhelm I. bis Wilhelm II. und seiner Frau Auguste Victoria. Hier wusste die sachkundige Führung zu berichten: „Hatten die Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. ein eher distanziertes Verhältnis zur Familie Krupp, änderte sich das mit dem technikbegeisterten Kaiser Wilhelm II. Er besuchte die Villa Hügel insgesamt elf Mal.“

Aus dem anfänglichen Wohndomizil entstand im Laufe der Jahre durch den großzügigen Innenausbau der Rahmen für Repräsentationen, Empfänge und Festlichkeiten. Kaiser und Könige, Unternehmer aus aller Welt, Politiker und Regierungschefs vieler Nationen waren in der Villa Hügel zu Gast. Heute, so erfuhren die Senioren, ist die „Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung“ Eigentümerin der Villa und des gesamten Anwesens. Das Gebäude wird u. a. zur Förderung von Kunst, Wissenschaft und Kultur genutzt.

Als die Senioren am frühen Abend nach Herscheid zurückkehrten, konnten sie einen erlebnisreichen Tag abschließen. Nun freuen sie sich auf die fünftägige Jahresfahrt, die von Pfingstmontag, dem 20. Mai, bis Freitag, dem 24. Mai, stattfindet und ins Berchtesgadener Land nach Schönau am Königssee führen wird.  

 

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