Senioren Union
der CDU Herscheid
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Faszination der monumentalen Wasserspiele in Kassel-Wilhelmshöhe erlebt
Senioren Union Herscheid besucht das UNESCO-Weltkulturerbe des barocken Landschaftsparks.
Ein Tagesausflug mit beeindruckenden Erlebnissen und nicht ganz strapaziös freiem Verlauf.

04.09.2013

Es war ein etwas außergewöhnlicher Tagesausflug, den die Senioren Union Herscheid am 4. September d. J. durchführte. Verliefen die bisherigen Touren eher beschaulich und der Altersgruppe angemessen, so mussten die 53 Teilnehmer einiges auf sich nehmen, als sie sich einer zweistündigen Führung durch den barocken Landschaftspark in Kassel-Wilhelmshöhe mit seinen monumentalen Wasserspielen unterzogen. Wenngleich sie mit einem nicht alltäglichen Naturschauspiel belohnt wurden, so glich die Streckenführung teilweise einem „Spießrutenlauf“, wenn man die vielseitigen „Wasserkünste“ nicht versäumen wollte.                          

Gleich zu Beginn der Bergparkwanderung gibt es eine Einteilung in zwei Gruppen, um die Strapazen der weniger gehfreudigen Besucher zu mindern. Doch auch diese sind nicht ganz ohne, müssen doch einige Höhenmeter und etliche Treppen am „Herkules-Oktogon“ überwunden werden. Wenngleich diese Senioren nicht ganz an die „Orte des Geschehens“ herangeführt werden, so können sie doch aus einer gewissen Distanz den Gesamtkomplex verfolgen.

Für die mutigen, sich einiges zutrauenden Teilnehmer ist die „Herkules-Pyramide“ Ausgangspunkt der „Wasserkünste“. Hier, auf der Besucherplattform, bietet sich dem Betrachter eine beeindruckende Aussicht über den 2,4 Quadratkilometer großen Bergpark und die Stadt.

Hufeisenförmig umschließen zwei Wassertreppen die Grottenanlage mit den Fontänen im Artischockenbecken und den krummen Kaskaden. Eine Ebene tiefer wird das Riesenkopfbecken erreicht. Der steinerne Kopf des Giganten Encelados speit seinen Bezwinger Herkules eine zwölf Meter hohe Wasserfontäne entgegen. Links und rechts in den Nischen stehen Figuren, die mit ihren Hörnern das Signal zum Beginn der Wasserspiele anzeigen. Wie die Fontänen, wird auch das Tönen der Hörner durch natürlichen Wasserdruck erzeugt.

Das Wasser sprudelt über die Kaskaden, den Steinhöfer Wasserfall, die Teufelsbrücke und fällt über das Aquädukt hinab zum Schlossteich. Hier lässt der Wasserdruck die „Große Fontäne“ über 50 Meter in die Höhe schießen. Bis hierhin mussten 640 Stufen nach unten überwunden werden.

Tausende von Menschen verfolgen dieses Schauspiel vor beeindruckender Kulisse: weiträumige Wiesenflächen, Schloss Wilhelmshöhe und dahinter die Silhouette von Kassel. Auf der Schlosstreppe stellen sich die Senioren der Kamera – leider nicht alle, da sich einige in der wunderschönen Parkanlage aufhalten und so den Anschluss verpassen.  

Obwohl im Bereich des „Herkules“ die Wasserspiele dominierend sind, tauchen an mehreren Stellen im Park Wasserfälle auf, die die „Faszination der Wilhelmshöher Wasserkünste“ komplettieren. Beim Rundgang stoßen die Herscheider auch auf die Löwenburg, die wie eine mittelalterliche Ritterburg erscheint, jedoch zwischen den Jahren 1793 bis 1801 erbaut wurde. 

Zu den Geschichtsdaten weiß die Führung zu berichten, dass mit dem Bau der Parkanlage 1696 begonnen wurde, deren Erweiterung sich über einen Zeitraum von 150 Jahren hinzog. Bauherren waren die Landgrafen und Kurfürsten von Hessen-Kassel.

Noch heute, so erfahren die Senioren, funktioniert das Wassersystem wie zur Zeit der Landgrafen und Kurfürsten. So werden für eine „Vorstellung“ jeweils 750 Kubikmeter Wasser benötigt. Das Regen-, Schmelz- und Grundwasser wird gesammelt und unterirdisch zu den Kaskaden gleitet. Das Wasser durchläuft alle Stationen allein durch natürlichen Druck. Es werden keinerlei technische Hilfsmittel angewandt. Nach Beendigung der Wassersiele wird das Wasser unterirdisch in die Fulda abgeleitet.

In Anbetracht des umfangreichen Besichtigungsprogramms war es folgerichtig, den Ausflug mit einem gemeinsamen Mittagessen im „Maredo-Restaurant“ im Kasseler Rathaus zu beginnen.

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