Senioren Union
der CDU Herscheid
Zukunft braucht Erfahrung
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Maienzeit ist Spargelzeit
Senioren Union Herscheid zu Besuch auf dem Spargelhof Buddenkotte in Füchtorf
Interessante und praxisnahe Informationen über den Spargelanbau
Reichhaltiges Spargelbüfett und Aufenthalt in Warendorf.

11.05.2011

Einmal hinter die Kulissen des Spargelanbaus zu schauen und zu erleben, welche Arbeitsgänge erforderlich sind, bevor das „königliche Gemüse“ auf den Teller kommt, das war das Anliegen der Senioren Union Herscheid, als sie jüngst eine Tagesfahrt zum Bio-Hof Buddenkot-te nach Sassenberg-Füchtorf durchführte. Malerisch gelegen, von Eichen und Spargelfeldern umgeben, stellt sich das Anwesen als eine führende Adresse von biologisch angebauten Kulturen innerhalb der münsterländischen Region dar. Die 53 Reiseteilnehmer zeigten sich beeindruckt von den umfangreichen Informationen, die anschaulich und praxisnah ergänzt wurden.

Doch bevor es so weit war, wurde den Senioren in dem rustikalen, historischen Ambiente des Bauerncafés ein Spargelbüfett präsentiert, das es in sich hatte: Spargel ohne Ende, der mit gekochtem und rohen Schinken sowie mit Rührei, Salzkartoffeln und Sauce Hollondaise serviert wurde. Die schmackhafte Zubereitung bestätigte die Faszination der „Frühlingsluft in Stangen“, die von den Feinschmeckern alljährlich in der Zeit von Ende April bis zum 24. Juni, dem Johannitag, kulinarisch „zelebriert“ wird. Dass sich diese auch auf die Herscheider übertrug, war nach den Gaumenfreuden unübersehbar und bot beim anschließenden geselligen Beisammensein so manchen Gesprächsstoff.

Nach diesem gelungenen Start wurden die Senioren mit der arbeitsintensiven Wirklichkeit der Spargelernte konfrontiert. Weit sichtbar die großen Spargelfelder, auf denen in Handarbeit mit einem speziellen Spargelmesser die „Erdfrucht“ gestochen wird. Hier erfuhren die Reiseteilnehmer, dass die Risse in der Dammkrone den Arbeitern zeigen, wo sie die Spargelstangen freilegen müssen. Das Loch wird anschließen mit Erde verfüllt und mit einer Kelle geglättet. Unter optimalen Bedingungen kann eine Spargelstange bis zu 7 cm am Tag wachsen.

Der gestochene Spargel wird gewaschen, auf die genormte Länge geschnitten, sortiert und anschließend als Frischspargel auf den Märkten verkauft. Hautnah erlebten die Senioren, wie auf einer Wasch- und Sortieranlage der Spargel Stange für Stange aufgelegt und entsprechend behandelt wird. Dabei wird er gleichzeitig auf eine maximale Länge von 22 cm abgeschnitten und nach bestimmten Merkmalen sortiert.

Hofinhaber Willi Buddenkotte verwies mit Stolz auf seinen biologischen Anbau und bekräftigte seine Philosophie, nur Qualitätsware zu liefern. Anhand von Klassifizierungsmerkmalen erläuterte er die unterschiedlichsten Charaktereinstufungen und gab, was besonders die Seniorinnen interessierte, Tipps über die verschiedensten Zubereitungsarten für die heimische Küche.

Angereichert mit vielen neuen Erkenntnissen der „Spargelwissenschaft“ griffen die Herschei-der vor Verlassen des Hofes im Verkaufsladen beherzt zu, um sich – wie es im Fachjargon heißt – mit dem „essbaren Elfenbein“ und den ebenfalls angebotenen Erdbeeren aus dem eigenen Anbau des Buddenkotte-Hofes einzudecken.

Der anschließende dreistündige Aufenthalt in der nahe gelegenen Kreisstadt Warendorf krönte den Tagesausflug der Senioren und bescherte ihnen einen abwechslungsreichen Nachmittag, der zur freien Verfügung stand. Obwohl diesmal keine Stadtführung organisiert war, wurden alle markanten Sehenswürdigkeiten wahrgenommen. Beeindruckend der schmucke Marktplatz mit seinen imposanten Giebeln sowie die vielen kleinen Gässchen mit ihren Fachwerkhäusern verschiedenster Stilepochen. Dominierend die 1404 entstandene Laurenti-uskirche sowie die neoromantische Basilika der Marienkirche aus dem Jahre 1911 mit dem gotisch erhalten gebliebenen Kirchturm.

Das reichhaltige Angebot einladender Cafés und Restaurants an verträumten, urigen Plätzen und Winkeln machte es den Ausflüglern leicht, sich je nach ihren Wünschen niederzulassen. So wundert es nicht, dass man allenthalben Herscheider sah, die an diesem sonnendurchfluteten Tag die Straßencafés aufsuchten und die gemütliche Atmosphäre genos-sen.

Auffallend die in der Innenstadt aufgestellten Pferdeskulpturen mit ihren bunt bemalten Körpern (siehe Foto), die nicht nur ein Anziehungspunkt der Besucher sind, sondern darauf hinweisen, dass Warendorf das Zentrum der Pferdezucht und des Reitsports in Nordrhein-West-falen ist.

Wenngleich die Stadt eine Fülle von historischen Bauwerken aufweist, so wird sie aber auch ihrer Aufgabe als zeitgemäße Kreisstadt voll gerecht. Tradition und Moderne stehen nicht im Widerspruch sondern ergänzen sich. Dabei bleibt selbst in den Geschäftsmeilen der ortsbildprägende Charakter erhalten.

Als die Senioren am frühen Abend nach Herscheid zurückkehrten, hatten sie das nächste Ziel bereits im Auge; geht es doch im Juni für fünf Tage ins Allgäu an den herrlich gelegenen Hopfensee.

 

Hier gibt es noch weiter Bilder

 

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