Senioren Union
der CDU Herscheid
Zukunft braucht Erfahrung
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Kelheim – ein Juwel im Altmühltal
Erlebnisreiche Jahresfahrt  der Senioren Union Herscheid. Vielseitiges Besuchsprogramm an historischen Stätten.
25.05.2010

Zum neunten Mal seit ihrer Gründung 2002 unternahm die Senioren Union Herscheid im Rahmen ihrer jährlich stattfindenden Fünf-Tages-Fahrten einen erlebnisreichen Ausflug mit einem umfangreichen Besuchsprogramm. Ziel war diesmal der idyllisch  gelegene Ort Kelheim im schönen Altmühltal. Um es vorweg zu nehmen, es passte einfach alles: unternehmungslustige Senioren, ein voll besetzter Bus, Sonnenschein und frühsommerliche Temperaturen  sowie das Erleben einer Region, die in ihrer Vielfalt nicht abwechslungsreicher sein konnte. Und: alle sind gesund und munter nach Herscheid zurückgekehrt.   

Bereits auf der Hinfahrt sind die Teilnehmer in bester und erwartungsvoller Stimmung. Der über dreistündige Zwischenstopp in Nürnberg ist gut ausgewählt, hält doch die mittelfränkische Metropole eine Fülle von Sehenswürdigkeiten bereit. Bei einem derartig reichhaltigen Angebot an historischen Bauwerken und Straßenzügen, kann natürlich der Rundgang nur Stückwerk sein.

Ein Muss, und die wohl bekannteste Seite Nürnbergs, ist der weit angelegte Hauptmarkt mit der Frauenkirche, dem Rathaus und dem „Schöner Brunnen“. Dieser Brunnen wurde in den Jahren von 1385 bis 1396 angelegt und stellt in vier Stockwerken mit vierzig stehenden Steinfiguren das Weltbild des Heiligen Römischen Reiches dar. Die 19 Meter hohe Steinpyramide wächst wie eine gotische Kirchturmspitze aus einem achtseitigen Becken und verjüngt sich bis zur Kreuzblume. Die golden verzierte „Filigranarbeitverfehlt in der leuchtenden Mittagssonne ihre Wirkung nicht.

Auf Schritt und Tritt werden die Herscheider mit der Vergangenheit konfrontiert.Bekannte Objekte wie das Albrecht-Dürer-Haus, das Pilatus- und Schürstabhaus, die Sebald- und Lorenzkirche sowie das Nassauer Haus sind nur einige Beispiele aus einer langen Kette kunsthistorischer Baudenkmäler.

Gut zu „erklimmen“ ist auch für Senioren der „Aufstieg“ zur Kaiserburg, eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Mittelalters, die von Kaiser Friedrich I. Barbarossa und seinen Nachfolgern errichtet wurde. Die Anlage ist ein attraktives Besucherziel, auch vor dem Hintergrund einer grandiosen Aussicht auf die Stadt.

Vor der Weiterfahrt nach Kelheim nutzen die Herscheider die Gelegenheit, in eines der zahlreichen Außenrestaurants das „Nürnberger Nationalgericht“ – Rostbratwurst mit Sauerkraut – zu genießen.

Zu einer wahren Augenweide entpuppt sich die Wegstrecke nach Kelheim durch das reizvolle Altmühltal mit seinen weiten Rapsfeldern und dem frischen Grün der Wiesen und Bäume.  Nach der Zimmerbelegung sowie vor und nach dem Abendessen werden erste Eindrücke gesammelt. Dabei zeigt sich der Ludwigsplatz mit seinen bunten Giebelhäusern, dem alten und neuen Rathaus, der angrenzenden Stadtpfarrkirche sowie dem Standbild Ludwigs I. von seiner besten Seite, taucht doch die langsam untergehende Sonne das Ortsbild in ein behagliches  Licht. Das leuchtende Gold der Mariensäule – eine Nachbildung der Münchener Patrona Bavariae – sowie die hoch über der Stadt thronende Befreiungshalle runden den Gesamtkomplex ab.




Der nächste Tag beginnt mit einer 40-minütigen Schiffsfahrt über die Donau zum Kloster Weltenburg. Den Senioren bietet sich ein malerisches Bild. Ist das Tal an der Anlegestelle in Kelheim noch relativ breit, so verengt es sich zusehends während der Weiterfahrt. Die wildromantische, einzigartige Landschaft ist ein Naturschauspiel, das in seiner ausdrucksstarken Schönheit ein Juwel im Altmühltal ist. Senkrecht steigen die zerklüfteten Jura-Felswände in der Weltenburger Enge an beiden Uferseiten auf. Der Donaudurchbruch ist erreicht und macht den Blick auf die Klosteranlage frei.

Kloster, Klosterkirche, Klosterschänke und Klosterbrauerei vereinen bayerische Tradition und Gastlichkeit. In einer sachkundigen Führung durch die Kirche, die dem Heiligen Georg geweiht ist, und von den Gebrüdern Asam prachtvoll gestaltet wurde, wird den Senioren ein umfassendes Bild über das klösterliche Leben in all seinen Höhen und Tiefen vermittelt. Heute betreuen 17 Mönche mehrere umliegende Pfarreien und knüpfen durch die Weltenburger Akademie an die fast 1400 Jahre alte Tradition ihres Wirkens in altbayerischer Geschichte und Kultur an.

Obwohl die verschiedenen historischen Räumlichkeiten der Klosterschänke ein Besuchermagnet sind, ziehen die Herscheider den weiträumigen Biergarten mit seinen schattenspendenden  Bäumen vor, um eine Mittagsrast einzulegen. Hunderte von Menschen tun es ihnen gleich und genießen das gesellige Ambiente mit einem schmackhaften Essen und dem dunklen Klosterbier aus der hauseigenen, ältesten Klosterbrauerei (seit 1050).

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen einer sachkundigen Führung durch Kelheim. Die reiche frühgeschichtliche Vergangenheit  und die romantische Altstadt bieten in jeder Hinsicht interessante Aspekte. Die Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, der Charme einer liebenswerten Altstadt mit gepflegten Gastwirtschaften, kleinen Läden und schattigen Biergärten laden zum gemütlichen Verweilen ein. Mit Stolz weist die Führung auf die markanten Gebäude hin. Beginnend mit den an den Enden der vier Hauptstraßen erhalten gebliebenen mittelalterlichen Stadttoren bis hin über kirchliche und profane Gebäude mit jahrhundertealten Traditionen spannt sich der Bogen dieser umfassenden Exkursion.

Den Abschluss des Besichtigungstages bildet ein Besuch der Befreiungshalle, dem Wahrzeichen der Stadt. Den monumentalen Rundbau auf dem Michelsberg ließ König Ludwig I. von Bayern in Erinnerung an die Befreiungskriege gegen Napoleon (1813-1815) und als Mahnmal für die Einheit Deutschlands in 21 Jahren Bauzeit (1842-1863) errichten. Die Ausmaße des Gebäudes sind gewaltig und werden von den Senioren staunend wahrgenommen: die Außenfassade wird untergliedert von 18 Strebepfeilern, die von 18 Kolossalstatuen der deutschen Volksstämme, die an den Schlachten beteiligt waren, gekrönt. Die Rundhalle hat eine Höhe von 45 Metern und einen Durchmesser von 29 Metern.
Im Innern weist das Denkmal einen riesigen Kuppelsaal mit 18 Nischen unten und einer Säulengalerie oben auf. Die sich jeweils links und rechts befindenden Engel wurden aus weißem Marmor aus Tirol gefertigt. Weitere 32 Siegesgöttinnen – jede 3,30 Meter groß – stehen  vor den Nischen und reichen sich ihre Hände zu einem feierlichen Reigen. Dazwischen finden sich 17 aus eroberten Geschützen gegossene, vergoldete Schilde, die die Namen der Schlachten der Befreiungskriege tragen. Im Bodenmosaik eingelassen ist der Spruch: „Möchten die Teutschen nie vergessen, was den Befreiungskampf nothwendig machte und wodurch sie gesiegt“.
Den Aufstieg zur Außengalerie mit ihren 165 Stufen wagen einige Senioren. Sie werden mit einem herrlichen Weitblick auf Kelheim und die Umgebung belohnt. Wie ein Silberband im Sonnenschein glitzernd, schlängelt sich die Donau durch die Landschaft. Ein Motiv, das in seiner Schönheit das Herz eines jeden Hobbyfotografen höher schlagen lässt.

Landshut und Eichstätt stehen an den folgenden zwei Tagen auf dem Programm. Während es an den Vormittagen sachkundige Führungen gibt, sind die Nachmittage zur individuellen Gestaltung freigestellt.
In Landshut sind die Herscheider von der weiträumigen Altstadt mit ihren stolzen Bürgerhäusern begeistert. Allein 77 markante Bauwerke prägen das Bild, wobei die St. Martinskirche und das neugotische Rathaus mit seinem Prunksaal herausragend sind. Die prächtige Darstellung der „Landshuter Hochzeit“ von 1475, die als Umlaufgemälde den gesamten Raum erfasst, ist ein wahres Meisterwerk und wird von den Senioren mit besonderer Aufmerksamkeit wahrgenommen.
Bekannt ist das Rathaus einem breiten Fernsehpublikum aus der Serie „Um Himmels Willen“ mit Fritz Wepper in der Rolle als Bürgermeister Wöller von Kaltenthal.
In der 800-jährigen Geschichte hat die Stadt einen beneidenswerten Reichtum an kulturellen Werten angesammelt. Festzuhalten ist, dass der Turm der Martinskirche mit seinen 113 Metern nur aus Ziegeln gebaut und damit einmalig auf der Welt ist. „Landshut“, so die hochinteressante Führung,  „verkörpert den jahrhundertealten Reichtum bürgerlicher Selbstdarstellung, der bis heute ein lebendiges Zeugnis geschichtlicher Entwicklungen repräsentiert“.
Die als „Barockstadt“ geltende Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt ist eine wahre Schatztruhe kunsthistorischer Baumeister. Prächtige Gotteshäuser und kirchliche Denkmäler bestimmen das Bild des Ortes. Das barocke Ambiente strahlt Lebensfreude aus und wuchert mit meisterhaften Bauten und Plätzen. Vornehme Eleganz und schwungvolle Anmut durchziehen Eichstätts Straßen. Von Baufreuden zeugen der prunkvolle Spiegelsaal und das Treppenhaus der Residenz ebenso wie die wasserspritzenden, pausbäckigen Putten auf den vielen Springbrunnen. Ein Stück von diesem Flair, allem voran der Dom, als sakraler Mittelpunkt der Stadt, sowie die ehemalige fürstbischöfliche Residenz, erleben die Herscheider in atemberaubender Weise, womit der vorletzte Tag ihrer fünftägigen Exkursion sein glanzvolles Finale findet.  
Dass die abendlichen geselligen Treffen auch auf dieser Fahrt einen hohen Stellenwert haben, gehört zum Standard, schweißt sie doch die Gemeinschaft zusammen und fördert das gute „Betriebsklima“.

Die Heimfahrt wird unterbrochen durch einen Aufenthalt auf der Festung Marienberg in Würzburg und einem gemeinsamen Mittagessen in der Burgschänke. Der Blick vom Fürstengarten aus auf die Stadt setzt den Schlusspunkt einer erlebnisreichen Reise.

Wie bei allen Veranstaltungen der Senioren Union Herscheid üblich, wird auch bei dieser Fahrt von den Reiseteilnehmern eine Spende für die Hospizarbeit im „Amalie-Sieveking-Haus“ in Lüdenscheid erbeten.

  

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