Senioren Union
der CDU Herscheid
Zukunft braucht Erfahrung
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Paderborn – Historie und Moderne treffen aufeinander
Senioren Union Herscheid zu Besuch an der Pader. Interessanter Rundgang durch die Kreis- und Universitätsstadt mit positiven Gegensätzen.
Schloss Neuhaus mit seinem weiten Barockgarten ein Juwel gärtnerischer Architektur.

13.10.2010

„Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder, und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind“… An dieses im Jahre 1782 entstandene „Herbstlied“ fühlten sich die Teilnehmer der Tagesfahrt nach Paderborn erinnert, die von der Senioren Union Herscheid unlängst durchgeführt wurde; entfaltete doch die „bunte Jahreszeit“ entlang der Wegstrecke ihre volle Pracht.

Hüllten anfangs noch einige graue Nebelschwaden das Landschaftsbild ein, so änderte sich das zunehmend, und die gesamte Schönheit des Herbstes zeigte sich in ihrer malerischen Vollendung. Gegen Mittag gewann die Sonne die Oberhand und die Herscheider erlebten unter sachkundiger Führung einen Stadtrundgang, der die geschichtliche Vielfalt der Bischofsstadt an der Pader eindrucksvoll widerspiegelte.

Obwohl Paderborn im Zweiten Weltkrieg zu 85 % zerstört wurde, sind etliche historische Bauwerke erhalten geblieben bzw. neu entstanden oder restauriert worden. Die 1200-jährige Geschichte, die ein kulturelles Erbe von hohem Rang hinterlassen hat, ist allgegenwärtig. So beginnt die urkundlich erwähnte Geschichte der Stadt mit Karl dem Großen, der im Jahre 777 in unmittelbarer Nähe der Paderquellen eine Burg errichten ließ. Von besonderer welthistorischer Bedeutung gilt der Empfang des aus Rom geflüchteten Papstes Leo III. im Jahre 799 in der Pfalz des Frankenkönigs. Hier berieten die beiden Männer über die Wiederherstellung des weströmischen Kaisertums, verabredeten die Krönung Karls des Großen zum Kaiser im Jahre 800 und beschlossen die Gründung des Bistums Paderborn.

Der Streifzug durch die Jahrhunderte wurde für alle Beteiligten zu einem Erlebnis. Die Herscheider waren beeindruckt von der facettenreichen Vielfalt im Wechselspiel geschichtlicher Abläufe. Allein die Entwicklung der Einwohnerzahl zeigt auf, wie sich die Strukturen der Stadt vom Beginn des 19. Jahrhunderts mit 23.500 Bürgern bis heute mit 145.000 Bewohnern verändert haben. Zudem beherbergt die Stadt 15.000 Studenten.

Mit dem Wiederaufbau in den 1940er und 1950er Jahren entwickelte sich die Stadt zu einem der wichtigsten westfälischen Industriestandorte und wurde zum Oberzentrum und Mittelpunkt der Region Hochstift Paderborn, die heute mit positiven Gegensätzen aufwarten kann: Tradition und Hightech zwischen Dom und Zukunftsmeile Fürstenallee, zwischen Paderquellen und Technologiepark. Mit 280 Firmen verfügt die Stadt über die höchste IT-Dichte in NRW. Die Universität mit der Fakultät Informatik zählt zu den drei besten in Deutschland.

Den Herscheidern blieb es jedoch vorbehalten, sich ausschließlich mit den Zeugen der Vergangenheit zu befassen. Allein in der Innenstadt konnten sie mehr als zwanzig historische Bauwerke aller Stilepochen ausfindig machen, die sich harmonisch in den Gesamtkomplex moderner Architektur einfügen.

Auf dem Weg zur Kaiserpfalz und zum Dom stießen die Senioren auf das „Adam-und Eva-Haus“, das als das älteste Fachwerkhaus der Stadt gilt und ein Paradebeispiel für die Baukunst der Weserrenaissance ist. Doch zuvor wurde die Reisegruppe auf eine weitere Sehenswürdigkeit aufmerksam gemacht. Mitten im Zentrum der Stadt entspringt die Pader, Deutschlands kleinster Fluss. Aus mehr als 200 Quellen dringt das Wasser mit einer durchschnittlichen Schüttmenge von 5000 Litern pro Sekunde aus dem Boden. Ein angrenzender, weiträumiger Park mit Ruhezonen und kindgerechten Spielgeräten lädt zum Verweilen ein.

Die rekonstruierte ottonisch-salische Kaiserpfalz war das nächste Ziel der Herscheider. Sie befindet sich an der Nordseite des Doms und stammt ursprünglich aus romanischer Zeit. Die 1017 errichtete Bartholomäuskapelle gilt als die älteste Hallenkirche Deutschlands und überrascht durch ihre außergewöhnliche Akustik. Die Senioren bewiesen das mit einem gemeinsam gesungenen Lied und konnten sich so von der beeindruckenden Klangfülle überzeugen.

Was wäre Paderborn ohne seinen Dom aus dem 13. Jahrhundert, der das Stadtbild markant prägt. Sein wuchtiger, 92 Meter hoher romanischer Turm steht in klarem Kontrast zum Kirchenschiff mit seinen gotischen Fenstern und Maßwerkbögen. Er ist die Kathedralkirche des Erzbistums Paderborn. Die Krypta ist Aufbewahrungsort der Gebeine des Heiligen Liborius, des Patrons der Stadt und des Erzbistums. Im Kreuzgang befindet sich das berühmte Drei-Hasen-Fenster. Charakteristikum sind drei springende Hasen, die in Kreisform angeordnet sind. Sie sind an den Ohren so geschickt vereinigt, dass zwar jeder Hase zwei Ohren hat, das Motiv aber insgesamt mit nur drei Ohren auskommt. Jedes eigene Hasenohr gehört zugleich seinem „Kollegen“. (Siehe Foto). Die drei Hasen sollen ein tröstendes Symbol sein und auf die Dreieinigkeit von Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist hinweisen.

Weitere Stationen im Besuchsprogramm waren die ehemalige Jesuitenkirche mit ihrem prächtigen Hochaltar und die Franziskanerkirche in der geschäftigen Fußgängerzone.

Das historische Rathaus ist neben dem Hohen Dom ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Es wurde in den Jahren 1613 bis 1620 als herausragendes Beispiel der Weserrenaissance errichtet. Auch dieses Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört und 1947 bis 1958 wieder aufgebaut. Hier trafen sich die Herscheider Senioren zu einem gepflegten Mittagessen im Ratskeller mit seinem einladenden, geschichtsträchtigen Ambiente. Bevor es am Nachmittag zum Wasserschloss Neuhaus weiterging, hatten die Reiseteilnehmer Gelegenheit, einen ausführlichen Bummel durch die Fußgängerzone zu unternehmen.

Der Aufenthalt im Barockgarten des Wasserschlosses Neuhaus, das seit 1967 als Realschule genutzt wird, rundete das Gesamtbild des Seniorenausfluges ab. Hier residierten einst die Paderborner Fürstbischöfe und hinterließen einen liebevoll angelegten Barockgarten mit dem angrenzenden Schloss- und Auenpark, der heute von vielen Menschen zur Erholung aufgesucht wird. Das über 40 ha große Areal ist geprägt durch die reizvolle Auenlandschaft der Flüsse Pader, Lippe und Alme.

Mit der Tagesfahrt nach Paderborn ist das Veranstaltungsprogramm der Senioren Union Herscheid für dieses Jahr noch nicht beendet. So treffen sich die Senioren am 4. November im Bürgersaal des Rathauses zur Jahresversammlung und am 2. Dezember geht’s zur Eisrevue „Holiday on Ice“ in die Dortmunder Westfalenhalle.

Hier geht’s zur Bildergalerie

 

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